schienenlaerm.de startet Blog

Hier starten wir heute den Blog von www.schienenlaerm.de.

Dieser Blog gibt Ihnen die Möglichkeit Informationen auszutauschen und Beiträge sowie Neuigkeiten rund um die Themen auf schienenlaerm.de zu diskutieren.

In Ihren Kommentaren können Sie anderen Lesern mitteilen, welche Erfahrungen Sie im Kampf gegen den Schienenlärm machen, welche Vorschläge oder welche Fragen Sie haben, die auch für andere Betroffene interessant sein können.

Wir freuen uns auf rege Diskussionen und Ihre Beiträge.

16 Responses to “schienenlaerm.de startet Blog”

  1. Günter Apel Says:

    Ja, natürlich - und der Mond ist eine Gurke. Wie viel Gewinn/Verlust hat denn die Bahn denn während der Mehdorn-Jahre gemacht und wie viele Subventionen hat sie vom Bund bekommen, wie viel wurde in Züge, Netz, Bahnhöfe, Lärmschutz usw. investiert?

    Unter seiner “qualifizierter Führung” ist doch vor allem das gesamte Netz systematisch dem Verfall preisgegeben worden. Wirklich viel wurde dagegen (völlig überflüssigerweise) im Ausland investiert und verschleudert? Um wie viel sind die Bezüge und Verwaltungsausgaben der obersten Mehdorn-Bahnbosse im Verhältnis zu den Vorgängern gestiegen?

    Bitte rechnen Sie uns das doch einmal vor, Herr Mehdorn! Es ist nämlich unser Steuerzahler Geld und Vermögen, nicht Ihres! Jeder kleine Angestellte würde bei solchen Schäden, die er in seinem Verantwortungsbereich verursacht, finanziell haftbar gemacht. Aber Sie sitzen wieder warm und trocken - im Vorstand einer Fluggesellschaft, nachdem Sie Millionen für Ihren Abgang bei der DB kassiert

  2. Herbert Lehnert Says:

    Der Güterverkehr lahmte, Reisende saßen fest - seit dem Winterchaos steht die Bahn in der Kritik. Nach SPIEGEL-Informationen will Verkehrsminister Ramsauer dem Konzern ja nun neue Strukturen verpassen. In einem Interview versprach er zudem Milliardeninvestitionen in den Konzern und plant u. a. den baldigen Einstieg bei der inzwischen wieder sanierten Firma Märklin. Eine Untersuchung seines Ministeriums hat nämlich ergeben habe, dass deren Produkte wesentlich längere Laufleistungen und wesentlich geringere Fehlerquoten aufweisen und vor allem viel leiser sind als die bei der Bahn bisher eingesetzten Züge. Die Studie beruht auf persönlichen Erfahrungen der Beamten seines Hauses, die allesamt noch im Besitz ihrer von mindestens 30 Jahren erworbenen Märklin-Anlage sind, mit der sie sich täglich auch während der Dienststunden nachhaltig und klimafreundlich beschäftigten. Damit solle im Übrigen auch der angeschlagenen Stuttgarter Landesregierung unter die Arme gegriffen werden. Mit der Einführung der kleineren Formate lasse sich das Problem Stuttgart 21 elegant und ohne Gesichtsverlust erledigen.

  3. Haniz-josef Zehe Says:

    Ich lach mich tot über folgendes Zitat aus dem aktuellen Spiegel-Artikel: “Außerdem will Ramsauer sicherstellen, dass Gewinne aus den Trassen-Entgelten, die bei der Bahntochter DB Netz anfallen, künftig ausschließlich in die Schieneninfrastruktur investiert werden.” Wahrscheinlich soll das genauso funktionieren, wie er die Erlöse aus der KFZ-Steuer in die Verkehrsinfrastruktur steckt. Warum erlauben sich diese Politclowns, solchen Schwachsinn zu erzählen? Ach ja, es stehen ja Wahlen an. Stimmt ja. Und der erste Schritt wäre doch übrigens an die Spitze der DB AG einmal einen gestandenen Eisenbahner zu stellen und nicht den Lehrling von Herrn Mehdorn. Denn der trägt den größten Teil der Schuld. Boomt die Automobilindustrie nicht zurzeit? Vielleicht würde sich Mercedes ja freuen so einen guten Mann wie Herrn Dr. Grube zurückzubekommen?

    Mehdorn will’s nicht gewesen sein. Jetzt wehrt sich der Ex-Bahnchef auch noch auf seine Art gegen Vorwürfe, er habe die Bahn kaputt gespart. Er glaubt, er habe sie saniert.

  4. Bernd Jost Says:

    Dass der Bahnlärm die Menschen nervt, ist allseits unbestritten. Was aber viele noch weitaus unerträglicher finden: Dass seit Jahr und Tag nichts gegen den Lärm unternommen wird. Entsprechend groß sind Enttäuschung und Wut. Was heute als Lösung propagiert werde, liegt seit Jahren bereits auf dem Tisch. Es scheint so, als würden alle Möglichkeiten von Seiten der Bahn und der Politik ausgeschöpft, um die Lösung dieses Problems in die ferne Zukunft zu verschieben, sodass für die jetzt betroffenen Menschen nur wenig Hoffnung auf Entlastung bleibt. Die Rechte der betroffenen Anlieger auf Gesundheit und Nachtruhe werden den Wirtschaftsinteressen einer übermächtigen Wirtschafts-, Transport- und Finanzlobby geopfert. Gefordert sind gesetzliche Auflagen zur Einhaltung von Grenzwerten. Lärm macht krank. Es gilt als erste Pflicht des Staates, die Bürger zu schützen, eben auch vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Da müssen Lobbyinteressen zurückstehen

  5. Rodolf Holtmann Says:

    Der Groll vieler Bürger auf die DB ist groß! Sie ist in eine Vertrauenskrise geraten, ist umstritten und versucht nun verzeifelt ihr Image zu reparieren. Deshalb ist es an dieser Stelle vieleicht einmal angebarcht, um einmal Ursachenforschung für das Bahn-Dilemma zu betreiben, ein Blick auf die jüngere Geschichte der Bahn, die so nicht funktionieren kann. Die Bahn ist wirklich ein einzigartiges Spezies: ein Unternehmen, das zwar privat agieren soll, aber seit 1994 im Eigentum der öffentlichen Hand ist, dem Steuerzahler gehört. Sie darf die Infrastruktur bilanzieren, bekommt dafür aber jährlich Milliarden vom Bund. Sie ist zwar verfassungsmäßig betraut mit “dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen”, transportiert aber gleichzeitig auf dem Pazifik Güter von China in die USA. Sie erhebt einen Anspruch an die Rendite, der sich oft schlecht verträgt mit einem reibungslosen Verkehr. Die Geflechte zwischen Bahn und Politik sind so eng, dass sie eine strikte Kontrolle unmöglich machen. Das enge Miteinander schafft Spielräume, von denen andere nur träumen. Die Bahn hat zwar mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung auch Pflichten übernommen, die Umsetzung aber überprüft sie selbst. So manche Mängelstelle im Netz wird einfach dadurch zum Verschwinden gebracht, dass Züge eben langsamer fahren. (”Denn etwa Stellwerke “von vor dem Krieg” oder Schrankenanlagen zu reparieren, für die es schon lange keine Ersatzteile gibt, wäre leider wie ein altes Röhrenradio in Schuss zu halten” so unlängst in der SZ zu lesen.) Sie hat nicht zuletzt Macht

    über 33.000 Kilometer Schiene, denn das gesamte Netz, wenngleich öffentliche Infrastruktur, blieb bei dem Unternehmen und der Bund sicherte großzügig die Finanzierung zu. Sie kann auf die Gewinne der Netzsparte zurückgreifen. Das spülte viele Milliarden Euro in ihre Kasse. Überlegungen, die Verflechtung zu lösen, gibt es. “Wir prüfen sehr genau, wie das Netz, der Betrieb und die Gewinnabführungen am sinnvollsten geregelt werden”, sagt Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). “Der Prüfauftrag aus dem Koalitionsvertrag wird in den nächsten Wochen abgeschlossen sein.” Ein “Prüfauftrag” also, nur ein weiteres Papier, mehr nicht. Auch gut - die Bahn bleibt also ein alternativloser Fall, reif für die Reha und der Ärger wächst weiter. Bei der Wahl des Unwort des Jahres “alternativlos” hat die Deutsche Bahn übrigens dieses Jahr bestimmt kräftig Nachhilfe geleistet. ‘Alternativlos’ ist zwar eine Erfindung der Politik (und wurde gerne für Stuttgart 21 genutzt), ist aber ja nichts anderes als eine Ausrede. Wer angeblich keine Alternative hat, will nur nicht diskutieren, so die Jury. Basta.

  6. Michael Stelter Says:

    Ein Blog ist eine längst weltweit anerkannte und immer stärker genutzte Plattform zur Information, zum Austausch und vor allen Dingen, um wichtige Themen zu Erfolg zu führen. So auch die Europäische Güterzugmagistrale von Rotterdam nach Genua. Diese kann nur, wie bereits in den Niederlanden und der Schweiz, Mensch und Umwelt gerecht geplant und gebaut werden.
    Die heutige Planung der DB ist noch immer Mensch und Umwelt verachtend.
    Diese Planung werden die Menschen von der Holländischen Grenze bis zum Oberrhein verhindern.
    Michael Stelter MUT Oberrhein

  7. Lokführer Says:

    Ich möchte das Thema „Geschwindigkeitsbeschränkung“ einmal ins Blog-Blickfeld rücken (den ich übrigens super Klasse finde), denn wir sind ja alle zurzeit dabei, uns an „Entschleunigung“ und nicht nur wegen des Schutzes vor Lärm, zu gewöhnen. (Mit 100 km/h mitten durch Ortschaften – rast heute schließlich nur noch die DB.)
    Aber davon wollte die gute alte Bahn ja bisher nichts wissen. Wer sich regelmäßig mit der Bahn beschäftigt, hatte sich diesbezüglich ja schon einen dicken Hals abgewöhnt und schaute desillussioniert auf die Realität.
    Aber dann auf einmal, als es in diesem Winter (eis-)dicke kam, der allgemeine Ärger losbrach, geschah plötzlich ein Wunder und die Bahn reagierte – wenn auch vielleicht nur aus so simplen Beweggründen, wie, dass es ein „Weiter“ nicht mehr geben konnte. Nicht nur die die Sekundärtugenden hatten bei der DB wieder Konjunktur (Sicherheit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit), nein auch „Entschleunigung“ hat sie sich angewöhnt (angewöhnen müssen) und trägt es seitdem mit erzwungener Fassung. „Warum nicht die Zuggeschwindigkeiten verringern, auch bei der Bahn soll doch nicht nur noch alles immer schneller und besser sein, mit verringertem Tempo fahren“ ist angesagt.
    Na bitte, wer sagt’s denn – geht nicht, gibt’s nicht (mehr)! Vielleicht macht sich längerfristig jetzt auch noch ein Sinneswandel in Sachen Güterzuggeschwindigkeit bei der Bahn breit? Das wäre doch zu schön (um wahr zu sein), denn die Geschwindigkeitsbegrenzung für laute Güterzüge ist u. a. eine geeignete und effiziente Maßnahme zur Lärmreduktion und muss deshalb eine der zentralen Forderungen der BIs und der BVS bleiben.

  8. laermstopper Says:

    Was für ein Irrsinn, wenn man sich vorstellt, dass die Güterzüge noch schwerer, länger, schneller werden sollen! 500 Meter brauchte der Güterzug heute Nacht, nachdem er schon mit dem Personenzug zusammen gestoßen war, bis er zum Stehen kam! Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn das Unglück in einer Ortschaft passiert wäre. Aber Bahn und Bund verharren weiterhin in ihrem Wahn.

  9. Robert Says:

    Maßnahmen wie eine Beschränkung der Durchfahrtsgeschwindigkeit vor allem von Güterzügen zur Reduzierung des Schienenlärms, werden zwar seit mehr als 10 Jahren von allen politischen Kräften versprochen, tatsächlich hat sich im Laufe der letzten Jahre diesbezüglich jedoch überhaupt nichts getan. Die Bahn fährt nicht nur immer schneller, nein, auch der Bahnlärm nimmt in Folge immer weiter zu.

    Die DB Netz AG lehnt auf schriftliche Anfrage eine Reduktion der Durchfahrtgeschwindigkeiten grundsätzlich ab. Noch nicht einmal in bebautem Ortsgebiet könne aus betrieblichem Anlass auf sie verzichtet werden.

    Auf den Bahnstrecken sind die Höchstgeschwindigkeiten mit gelben dreieckigen Tafeln und schwarzer Schrift festgelegt worden. Generell gilt für bisher alle Güterzüge z. B. V max = 100 km/h. Die Schilder mit den Geschwindigkeitsangaben haben jedoch lediglich Empfehlungscharakter. Wer hier den höchsten Wert ignoriert, begeht noch längst keinen Verstoß.

    Die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit stellt im Straßenverkehr eine Verkehrsordnungswidrigkeit dar und wird je nach Höhe der Überschreitung mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld geahndet. Zusätzlich kann ein ein- bis dreimonatiges Fahrverbot verhängt werden. Die Polizei oder kommunale Dienststellen führen Geschwindigkeitsmessungen beispielsweise mittels Radar, Lasergeräten, Lichtschranken oder durch Weg - Zeitberechnungen durch – nicht jedoch bei der Bahn. Im Gegenteil: Einzeluntersuchungen zeigen, dass die “empfohlenen” Geschwindigkeitsbeschränkungen teilweise deutlich überschritten werden. Also ist noch nicht einmal die konsequentere Befolgung der Geschwindigkeitseinhaltung von 100 km/h für die DB, unser Land und unseren Staat von Bedeutung.

    Die in Deutschland innerhalb geschlossener Ortschaften bestehende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt wohlbemerkt nämlich ausschließlich für PKWs, LKWs, Motorräder, nicht für die Bahn. Der Bahn wird ermöglicht, mit weitaus höherer Geschwindigkeit durch die engen Ortschaften zu donnern; also sozusagen mit bis zu 100 km/h durch Tempo 30 Zonen, die von den Bahngleisen durchlaufen werden. Die Tempo 30 Zone dient wohlgemerkt, auch zum Schutz der Anwohner vor Lärm. Auch im Bundesstraßenbau (an Bestandsstrecken und auch bei Neubauten) wird, wo erhebliche Überschreitungen des Verkehrslärms aus Straßenverkehr unvermeidlich sind, eine Geschwindigkeitsbeschränkung derart angeordnet, dass die vorgegebenen Schallgrenzwerte eingehalten werden können.

    Diese Vorgehensweise wird für den Schienenverkehr seitens des Bundesverkehrsministeriums als auch seitens der DB Netz AG strikt abgelehnt. Solch eine doppelte Rechtsauffassung ist gegenüber dem Gleichheitsprinzip aller Bürger in gleichen Sachverhalten eine Form des Umgangs, die den demokratischen Grundprinzipien zutiefst widerspricht.

    Die Politik ist gefordert mit einer gesetzlichen Regelung festzustellen, dass die Bürger der Bundesrepublik nicht in solche erster und solcher zweiter Klasse beim verkehrsbedingten Schutz gegen Lärm einzuteilen und zu behandeln sind.

    Die derzeit fünf verschiedenen und teilweise vollkommen rechtswidrigen Systeme zur Behandlung des Lärmschutzes im Bahnbereich sind umgehend, entsprechend dem in der Bundesrepublik gültigen Prinzip des anerkannten Stands der Technik, in einem rechtsgültigen und verfassungskonformen System verbindlich zusammenzufassen.

    Auch gibt es keine allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Durchfahrt von Bahnhöfen. Die wenigen vorliegenden Messungen ergaben auf Bahnhöfen in Mitteldeutschland, dass die meisten Güterzüge mit Geschwindigkeiten zwischen 101 und 120 km/h durchfuhren. Und das, obwohl Strömungsexperten in Tests bestätigt haben, dass der Sog eines durchfahrenden Zuges so stark sein kann, dass er Menschen und Gegenstände mitreißt. Die Forscher identifizierten Güterzüge als besonders gefährlich, denn ihre unregelmäßige Form verstärkt die Sogbildung. Zudem wird die mitgeschleppte Luft an jeder Kante verwirbelt. Der Effekt beginnt schon an der Lok und verstärkt sich von Waggon zu Waggon. So ereigneten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Unfälle auf deutschen Bahnhöfen mit Toten und Schwerverletzten.

    Der Deutschen Bahn, dem Betreiber der Bahnanlagen, ist das Problem der gefährlichen Zugdurchfahrten schon seit Jahrzehnten bekannt. Jedes Jahr gibt es Meldungen über tödliche Unfälle an Bahnsteigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur in einem Fall, bei dem ein Baby im Kinderwagen mitgerissen und getötet wurde, denn schon ab 80 km/h kann der Sog einen Kinderwagen mitreißen.

    Aus der Sicht der Deutschen Bahn besteht, wie gesagt, kein akuter Handlungsbedarf. Auf die Frage nach den Gründen dafür antwortet die Deutsche Bahn nur: “Die Geschwindigkeit der Züge wird selbstverständlich in den Fällen reduziert, in denen sich mehr Personen auf den Bahnsteigen aufhalten, als die Dimensionierung der Bahnsteige es zulässt, so zum Beispiel bei Events oder Großveranstaltungen.” Auch diese Vorgehensweise ist in keiner Weise nachvollziehbar und bedarf dringend einer rechtlich fundierten Anpassung.

  10. Wolfgang Schneider Says:

    Der DB-Konzern ist in der Tat ein Global Player mit Geschäftsaktivitäten in der ganzen Welt. Das wäre grundsätzlich nicht schlecht, wenn denn auch die Gewinne aus den internationalen Aktivitäten der eigentlichen Melk-Kuh, der DB AG und damit dem Bund, zu Gute kämen. Das geschieht aber nicht. Zumindest ist es nicht erkennbar, denn der Konzern legt keine Bilanzen offen und beruft sich auf das Aktienrecht. Die deutsche Bundesregierung buttert jährlich immer neue Milliarden zu und sieht davon nichts wieder. Ich frage mich: “Wer macht sich da die Taschen voll? Es werden doch Gewinne gemacht”. In Deutschland verkommt das Schienennetz immer weiter und die Steuerzahler werden mit Dreck, Lärm und Gerüttel gequält. Es muss schleunigst unterbunden werden, dass sich eine Manager-Clique mit Geldern, die ihnen nicht gehören als große Global Player aufspielen. Schließlich ihre Dividende kassieren und sich zu neuen Ufern verabschieden, wo sie vermutlich bereits ihr Schäfchen im Trockenen haben. Fragen Sie doch einmal Herrn Dr. Grube wo die Auslandsgewinne hingehen. Bei der Talkshow “Beckmann” am 31.01.2011, hat er diese Frage auch elegant umschifft und ist die Antwort schuldig geblieben.

  11. Informant Says:

    die Stadt Oestrich-Winkel hat auf Anregung der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V., eine Bürgerbefragungsaktion bezüglich Anzahl und Intensität von Lärm- und Erschütterungsereignissen durch die Bahn gestartet.
    Sie hat Lärmerhebungsbogen und Adressenlisten unter www.oestrich-winkel.de als pdf Datei ins Internet gestellt und im Bürgerzentrum ausgelegt. Die Bürger wurden in der Presse
    zum Ausfüllen und zur Rücksendung der Befragungsbogen bis zum 30. April 2011 aufgerufen.

  12. Rüdiger Rowosny Says:

    Das war wieder eine Nacht, die Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2011: Ein schwerer Güterzug nach dem anderen. Ich konnte nicht schlafen. Jedes Mal wenn ich einschlafen wollte, kam der nächste gewaltige Güterzug. Noch bevor ich die geballte Lautstärke mitbekommen habe, fing schon das ganze Haus an zu wackeln und damit auch mein Bett. So im Halbschlaf dachte ich zuerst an ein Erdbeben, doch dann war es nicht zu überhören: Es war ein uralter Güterzug.
    So und so ähnlich geht es vielen Menschen direkt an der Bahnschiene, aber auch selbst einige Hundert Meter davon entfernt hört man nicht nur den Höllenlärm der Güterzüge, sondern spürt auch dieses von Menschen produzierte Erdbeben.
    Wie heißt es so schön in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt! … oder so ähnlich. Gilt das nicht für Menschen wie wir hier im Mittelrheintal und Rheingau??? Hier donnern die immer schwerer werdenden Güterzüge, immer lauter, immer länger mitten durch unsere Ortschaften, ganz besonders zur nächtlichen Ruhezeit. Sind wir hier etwa Menschen 2. Klasse.
    Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Land. Mit Recht gelten hier sehr strenge und genaue Regeln was die Rücksichtnahme auf andere Menschen betrifft. Man muss z. B. die Geschwindigkeitsgrenze von 50 km/h innerhalb von Ortschaften einhalten, man darf den Rasen nicht in der Mittagszeit mit einem lauten Rasenmäher mähen. Man darf die Musik nicht so laut stellen, dass es die Nachbarn stört, man darf in öffentlichen Räumen, in Restaurants nicht rauchen usw. Das ist doch alles in Ordnung. Man nimmt eben Rücksicht aufeinander um das Leben lebenswert zu gestalten.
    Ja kann mir vielleicht mal jemand von den Politikern im fernen Berlin erklären, warum das beim Güterverkehr nicht so ist ??? Die moderne Technik für Schiene und Waggons ist doch vorhanden. Gewinne werden doch auch reichlich gemacht. –
    Warum gestaltet man die Bahn nicht so umweltfreundlich wie sie heutzutage sein könnte? Oder ist da etwa die Bahn-Mafia am Werk?

  13. christian Says:

    Es ist sehr zu begrüßen, dass die Stadt Oestrich-Winkel aktiv wurde und einen Fragebogen zu den Auswirkungen der durch die Bahn verursachten, unerträglichen, erdbebengleichen Erschütterungen auf ihrer Homepage hat, die die Menschen entlang der Bahnstrecke regelmäßig zur Verzweiflung bringen: wenn die Güterzüge, die sich mit hoher Geschwindigkeit über ein 150 Jahre altes Gleisbett dicht an den Häusern vorbei winden, wieder und wieder die Wände zum Wackeln bringen, die Fenster vibrieren, das Gebälk knackt, Türstöcke platzen und Fassaden rissig werden.
    Es ist höchste Zeit über eine längere Periode alle Wahrnehmungen von Erschütterungen zu erfassen und auszuwerten. Hoffentlich schließen sich möglichst bald, möglichst viele Gemeinden an und es passiert endlich etwas.
    Die Daten könnten dann vielleicht von den Landeserdbebendiensten Hessen und Rheinland-Pfalz zur Erstellung einer Dokumentation über die Auswirkungen der durch die Güterzüge rechts und links des Rheins verursachten Erschütterungen benutzt werden – analog zu der Erfassung von Erdbeben? Denn um was anderes handelt es sich denn bitte für die Betroffenen – Nacht für Nacht, wenn sie aus dem Schlaf gerissen werden, weil ihr Bett wackelt
    Vielleicht könnte man den Fragebogen deshalb dem für die Erfassung von Erdbeben angleichen, bzw. ihn noch etwas differenzieren. Siehe Beispiel: http://www.hlug.de/start/geologie/erdbeben/kontakt.html#c7291

  14. Opa Karl Says:

    Es bewegt sich was, Lärm und Erschütterungen werden jetzt auch in Lorch dokumentiert: Um feststellen zu können, welche Züge den meisten Lärm und die heftigsten Erschütterungen auslösen, können die betroffenen Anwohner nun auch hier auf vorgefertigten Listen den Grad der Lärmbelästigung und der Erschütterung dokumentieren. Die Listen sind beim Einwohnermeldeamt erhältlich sowie auf der Homepage www.lorch-rhein.de.

  15. Igell Says:

    Die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm ist voll und ganz zu unterstützen. Seit 26 Jahren wohne ich in Geisenheim unmittelbar an der Bahnstrecke Wiesbaden-Lahnstein. Doch noch nie war die Lärmbelästigung so hoch wie zurzeit. Nicht nur der Lärm von Personen- und Güterzügen, sondern vor allem die ständigen Lautsprecher-Durchsagen in übertriebener Lautstärke gehen an die Nerven. Dass ich permanent im Durchzug lebe, daran werde ich in regelmäßigen Abständen und viel zu oft von der Durchsage erinnert:”Achtung an Gleis 1 (oder 2), ein Z u g fährt d u r c h!” Ständige Lärmbelästigung und dazu noch immerwährender Durchzug: wenn das nicht einmal über kurz oder lang zu Gesundheitsschäden führt…

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